Frühjahrs-Schmuddelwetter
in Deutschland, ein Grund mehr, die „Insel des ewigen Frühlings“
zu besuchen.
Teneriffa bietet viel mehr, als den meisten Pauschaltouristen bekannt ist: einsame
Strände, tiefe Schluchten und dichten Lorbeerwald. Im Frühjahr verwandelt
sich die Insel in ein blühendes Pflanzenmeer.
Für den aktiven Urlauber, und dazu zählen wir uns, gibt es Wanderwege
aller Schwierigkeitsgrade, vom einfachen Küstenspaziergang bis zur spektakulären
Barrancodurchquerung in alten Wasserleitungen.
Und wer besonders hoch hinaus will, der findet auf dem Gipfel des Teide, dem
mit 3718 m höchsten Berg Spaniens, sein Glück (Sondergenehmigung zur
Besteigung erforderlich).
Nun ist es ja nicht besonders neu, Stöcke mit in die Berge zu nehmen, das
haben wir mit unseren Teleskop-Stöcken schon vor 25 Jahren gemacht. Einteilige
Stöcke sind in diesem Urlaub ausnahmsweise einmal nicht angesagt, da bei
schwierigen Passagen die Hände frei sein sollten. Unsere alten Leki Aluminiumstöcke
sind uns aber zu schwer. Nach einiger Suche auf dem Ausrüstungsmarkt haben
wir das Richtige gefunden: Carbon Ultralight Stöcke von Komperdell, wie
der Name sagt: aus 100 % Carbon, 3-fach teleskopierbar, damit im Rücksack
verstaubar und wirklich ultraleicht. Mit rd.100 Euro nicht billig, aber gutes
Material kostet halt ein wenig mehr. Ein kurzer Umbau in der Heimwerkstatt,
Korkgriffe und die bewährte Nordicwalkingschlaufe montiert, fertig ist
der Nordic Hiking Stock. Natürlich sind die Stöcke vom Schwingungsverhalten
nicht so optimal wie unsere einteiligen Stöcke, aber besser als die Latten
aus dem Wühltisch der Discounter ist das Material allemal.
Da das Wetter mitspielte, konnten wir sehr viele Touren unternehmen und unsere
neuen Stöcke waren wegen der teilweise schwierigen Wegeverhältnisse
mit Schotter, Geröll und Schnee äußerst hilfreich. Die Wege
sind allerdings meistens nicht markiert, gute Wanderliteratur ist daher unbedingt
notwendig. Am besten hat uns der Wanderführer vom Rother Verlag gefallen.
Der ebenfalls für Teneriffa erhältliche Kompass Wanderführer
ist zwar für die Vor- und Nachbereitung der Tour hilfreich, bei der Wanderung
selbst aufgrund zu vieler Texte, die sich nicht mit der eigentlichen Route beschäftigen,
eher hinderlich.
Um einen Eindruck über die Vielfalt der Landschaft und Wege zu bekommen,
stellen wir einen kleinen Auszug unserer Bilder
ins Netz.
B.B.
Stand: April 2006